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Jugendförderung Mannheim

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Kooperative Spiele

Kooperative Spiele

Spiele sind meistens mit Konkurrenzkampf und Verlieren verbunden
es gibt einzelne Sieger
Wer gewinnt, ist stolz wie ein Schneekönig

Verlieren ist schwer, Kinder sind da oft überfordert. Wer verliert, ist traurig,
enttäuscht und manchmal sogar wütend. Doch jedes Kind lernt: Schon im
nächsten Spiel gibt es eine neue Chance

Für Kinder haben Spiele eine größere Bedeutung als für Erwachsene
Kinder spielen zwar nicht, um zu lernen. Aber sie lernen beim Spielen
für Erwachsene ist Spielen eine Freizeitbeschäftigung unter vielen

Für Kinder kann man Brücken bauen:
Jedes Spiel hat Regeln, die begriffen, erinnert und befolgt werden müssen.
Regelspiele fördern die Konzentrationsfähigkeit und schulen das Gedächtnis.
z.B.: Kinder dürfen Abänderungen von Regeln vorschlagen 
= neuer Spielspaß für alle

Beim Spielen entsteht oft Streß wie im „richtigen Leben“.
Es geht um: Leistung + Beliebtheit + Ausgeschlossensein

Diese Grunderfahrungen der Gesellschaft können letztlich nicht erspart bleiben,
aber: Gegenpole können gerade im Spiel vermittelt werden
- Gemeinschaftsgefühl
- gegenseitige Unterstützung

Gespielt wird gemeinsam mit anderen Kindern und Erwachsenen. Vor allem
beim Spiel mit Eltern genießen Kinder nicht nur das Spiel an sich, sondern
auch die Gewissheit: Ich bin wichtig. Jemand hat Zeit für mich

Daher kamen kooperative Spiele (Miteinanderspiele) auf den Markt.

Ziel:
-Konkurrenzkampf ausschalten
-gemeinsam etwas bekämpfen
-miteinander handeln

Spiele können allerdings nur dann konkurrenzfrei sein, wenn auch die Mitspieler konkurrenzfrei sind, d.h. wenn sich alle Mitspieler davon frei machen können, besser oder bevorzugter zu sein als die anderen. Auch das ist ein Lernprozeß.

Regeln sind wichtig!!
Gemeinsam festlegen
Alternativen finden
neue Erfahrungen machen wollen - Bereitschaft aller Mitspieler!

Gruppendynamische Spiele (Gemeinschaft steht im Vordergrund)
menschliches Verhalten in spielerischer Form erleben
Kennenlernspiele
Kommunikationsspiele
Konversationsspiele
Ratespiele (Gruppe muss erraten, z.B. Teekesselchen, mimische Kette)
Bewegungsspiele
Schreibspiele

Kooperative Tischgesellschaftsspiele haben feste Regeln (die gemeinsam von den Mitspielern auch beliebig veränderbar sind)
Familiäre Spielerunden entwickeln oft spezielle Regelvarianten. Auch das
ist sehr kommunikativ, denn alle Mitspieler sprechen miteinander,
diskutieren und einigen sich

Wichtig !!        sie müssen spannend sein, sonst machen sie keinen Spaß

Kennzeichnend !!    Viele kooperative Spiele haben trotzdem eine Variante für einen Einzelsieger

Für viele spielende Menschen erledigt sich das „Nicht-Verlieren-Können“ mit der Zeit von selbst