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Jugendförderung Mannheim

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Tischgesellschaftsspiele

Tischgesellschaftsspiele

Tischgesellschaftsspiele lassen sich in mehrere Gruppen unterteilen. Diese Gruppen sind jedoch nicht separiert zu sehen. Meistens enthält ein Spiel verschiedene Elemente aus mehreren Spielgruppenunterteilungen.

Tischgesellschaftsspiele werden für viele Altersstufen angeboten. Sie sollen in erster Linie Freude bereiten. Ob dies zutrifft, kann jeder Spieler letztendlich nur für sich selber feststellen und entscheiden. Dem Spielerfolg steht nichts mehr im Wege, sobald ein begeisterter Spieler einen oder mehrere ebensolche Gleichgesinnte findet.

Beispiele möglicher Unterteilungen:

Kinderspiele
Hier handelt es sich um Spiele mit sehr einfachen Regeln. Etwa mit 3-4 Jahren werden Kinder fähig, sich mit einfachen Spielregeln auseinanderzusetzen und sie als verpflichtend anzuerkennen. Kleinere Kinder können aber im Allgemeinen noch nicht allein mit Gleichaltrigen spielen, sie brauchen ältere Kinder und Erwachsenen als Partner.

Familienspiele
Hier handelt es sich um Spiele, die einen differenzierten Anspruch stellen und unterschiedliche Altersgruppen ansprechen. Spiele, die Planung, taktische Überlegungen, Entscheidungen oder viel Geschicklichkeit verlangen, kommen erst für Schulkinder in Frage. Ein genauer Zeitpunkt für die Eignung läßt sich aber nur individuell bestimmen. Anregungen im jeweiligen sozialen Umfeld, Übung im Umgang mit Spielen und Spielregeln, die Persönlichkeit der jeweiligen Mitspieler und das Thema des Spiels üben hier einen ausschlaggebenden Einfluß aus.

Erwachsenenspiele
Hier handelt es sich um Spiele, die aufgrund ihres Themas, ihres Schwierigkeitsgrades und ihres Zeitaufwandes vorrangig ältere Jugendliche und Erwachsene ansprechen.

Altersunabhängig können Tischgesellschaftsspiele auch nach folgenden Kriterien unterteilt werden:

Kooperative Spiele (Miteinanderspiele)
Der Name besagt schon, daß das Spielziel hier gemeinsam erreicht wird oder die Gruppe der Mitspieler gegen eine imaginäre Macht oder Bedrohung verlieren kann. Konkurrenzkampf, Neid und Verlieren eines Einzelnen wird hier entgegen gesteuert und  verhindert. Der Lernprozeß, auch verlieren zu können, kann behutsam erlernt werden. Es gibt kooperative Spiele, die auch eine Variante für einen Einzelgewinner haben. UmweltspieleEs sind Spiele, die sich mit der Umweltbelastung, der Umweltverschmutzung und der Pflege und dem Erhalt einer gesunden Umwelt befassen. Sie wollen auf die Problematik aufmerksam machen, Wissen vermitteln und zum Mitmachen auffordern.

Detektivspiele
Dies sind Spiele, bei denen es z.B. um die Aufklärung eines Verbrechens oder um die Jagd eines Übeltäters geht. Hier unterscheidet man zwischen solchen Spielen, die nur eine Lösung haben, also nach einem Mal Spielen bekannt sind oder solchen Spielen, die verschiedene Aufgaben- und Lösungsmöglichkeiten haben und somit immer wieder neue Spannung hervorrufen.

Taktikspiele
Dies sind Spiele für zumeist zwei Partner oder auch Gruppen, die logisches Denkvermögen voraussetzen. Sie sind sachlich und klar in der Gestaltung und Spielaufgabe und haben selten eine phantasievolle Darstellung als Spielhintergrund.

Quizspiele - Ratespiele - Kommunikationsspiele
Es sind Spiele, bei denen Wissen abgefragt wird und bei denen die Mitspieler sich untereinander einschätzen und miteinander auseinandersetzen sollen. Sie orientieren sich mitunter an Fernsehsendungen. Sie eigenen sich meist für gesellige Runden und größere Gruppen.

Phantasiespiele
Hier handelt es sich um Spiele, deren Spielhandlung einen phantasievollen, vielleicht auch historisch orientierten Spielhintergrund hat. Fantasy - Spiele sind wiederum davon zu unterscheiden. Hier schlüpfen die Spieler in die Rolle einer selbsterdachten Spielfigur und agieren in dieser Identität.